Genau wie alle anderen auch.

"Einleitung:

Was soll denn am Stottern positiv sein?
Positives möchte man gerne behalten. Unser Stottern aber wollten wir doch immer loswerden, sei es durch Therapie, Selbsthilfe oder sonst wie.
Am Anfang steht häufig der Leidensdruck, man will Veränderung und sucht nach Möglichkeiten, den Leidensdruck zu vermindern.

Wer dann zur Stotterer-Selbsthilfe kommt oder eine Stottertherapie beginnt, stellt bei sich möglicherweise einen Wandel fest. Denn es geht gar nicht so sehr darum das Stottern los zu werden, sondern darum, Wege zu finden mit dem Stottern zu leben. In der Therapie lernt man sein Stottern genauer kennen und durch Techniken den Kontrollverlust zu lindern. In der Stotterer-Selbsthilfe erfährt man wie andere Stotternde mit ihrem Stottern umgehen und das Stottern kein Hinderungsgrund sein muss etwas zu tun.

Die Akzeptanz des Stotterns wird immer selbstverständlicher, aber kann sie auch soweit gehen, daraus positive Aspekte zu gewinnen? Der Schriftsteller David Mitchell schlägt in seiner Rede auf dem 10. Weltkongress der Stotterer-Selbsthilfe 2013 in den Niederlanden einen Bogen von negativen hin zu positiven Sichtweisen des Stotterns, wenn er sagt: Stottern ist eine Herausforderung, eine Brücke, ein Geschenk.
Auch der verstorbene Theater-Regisseur, Schauspieler und Schriftsteller Einar Schleef spricht in dem Buch Wenn ich fließend sprechen könnte aus dem Jahr 1999 vom „Geschenk des Stotterns“ und führt weiter aus: „Jedes Minus ist ein Plus, man muss es nur verwandeln können, in sich die Antwort suchen […]. Ich bin bevorzugt.“

Wir, die Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe, wollten wissen wie Betroffene ihr eigenes Stottern bewerten, ob auch sie positive Aspekte benennen können. Ja, sie können.
Mit diesem Buch ist erstmalig eine Sammlung ganz persönlicher positiver Sichtweisen auf das Stottern entstanden, die Stotternden Mut macht und negative Bewertungen des eigenen Stotterns verändern kann.
„So habe ich das noch gar nicht gesehen“, kann ein typischer Aha-Effekt beim Lesen einzelner Textbeiträge sein."

Ort

Köln

Datum

April 2019

Hier geht's zum Buch.

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